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003 Thales von Milet

Thales_of_Miletus Hier nun die dritte Episode. Nach den allgemeinen Worten kommt nun der erste “Philosoph” auf uns zu: Thales von Milet.
Es gibt bei Diogenes Laertius einige schöne Fragen und Antworten zu dem “Vater der Philosophie”, die ich euch nicht vorenthalten möchte (die aber im Podcast etwas schwierig unterzubringen gewesen wären). Daher scheint hier ein guter Platz dafür zu sein:

Was ist schwer?
Thales: Sich selbst erkennen.
Was ist leicht?
Thales: Einem andern einen Rat erteilen.
Was hast du Erstaunliches gesehen?
Thales: Einen greisen Tyrannen.
Wie kann man ein Missgeschick am leichtesten ertragen?
Thales: Wenn man die Feinde in schlimmer Lage sieht.

Zu der Stadt Milet habe ich noch zwei Visualisierungen. Hier erst einmal ein Lageplan:

Milet

Bekannt ist auch diese Skizze, in der man in Milet ein altertümliches Manhattan zu erkennen glaubt:

Milet_plan

2 Kommentare

  1. Januschka

    Vielen Dank ersteinmal für diesen sehr interessanten Einblick in die Geschichte der Philosophie, es macht viel Spaß dir zuzuhören.

    Ich hab nur eine kleine Anmerkung:
    Zur Zeit von Thales hatte Milet noch nicht das typische Straßenraster der griechischen Planstädte. Erst nach der Zerstörung durch die Perser wurde die Stadt im 5. Jh. v. Chr. nach den Ideen von Hippodamos von Milet wiederaufgebaut und bekam das typische gleichmäßige Straßenraster. Dahinter steckt die Idee der Gleichheit der Bürger (Isonomia), die sich in der Gleichförmigkeit der Grundstücke wiederspiegelt.

    Das soll keine grundlose Besserwisserei sein (naja, vielleicht ein kleines Bisschen 😉 ), ich finde nur daran sieht man sehr schön, wie die Philosophie Einfluss auf das Leben und Handeln im klassischen Griechenland nimmt.

    Ich freue mich schon auf ganz viele weitere Folgen “Vorgedacht”. Weiter so. 🙂

    • horay

      Hallo Januschka,

      hab’ vielen Dank für deine Rückmeldung. Ich finde das sehr spannend, denn für mich war das Milet des Thales tatsächlich das mit dem typischen Straßenraster. Aber das da ca. 150 Jahre dazwischen liegen, war mir bisher gar nicht bewusst.

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