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022 Empedokles feat. Darwin

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Klepshydra

Nicht nur das Leben des Empedokles ist außerordentlich abwechslungsreich, sondern auch seine Lehre. Und damit ist dann auch der Fahrplan für die nächsten Folgen weitgehend vorgegeben. In dieser Episode möchte ich euch Empedokles als Wissenschaftler vorstellen. Das heißt, wir kommen von physikalischen Entdeckungen und über die Astronomie, hin zu einer antiken Vorform der Evolutionstheorie.

In den nächsten Folgen werde ich euch dann etwas über die Philosophie und vielleicht ja auch noch über die Religion des Empedokles erzählen.

Selbstverständlich stelle ich euch hier die erwähnten Zitate zur Verfügung.

Zur Entdeckungsgeschichte der Luft:

Wie wenn ein Mädchen, das mit einer Wasseruhr aus blankem Erze spielt, die Mündung der Pfeife auf ihre anmutige Hand hält und die Wasseruhr in die nachgebende Silberflut des Wassers taucht – der Strom dann nicht ins Gefäß fließt, sondern die Luftmenge darin, gegen die engen Löcher drückend, ihn zurückhält, bis jene den zurückgehaltenen Strom aufdeckt, aber dann die Luft entweicht und die gleiche Menge Wassser einströmt

Mondlicht ist nur reflektiertes Licht:

Sowie das Sonnenlicht den weiten Kreis des Mondes getroffen, prallt es alsbald zurück und durcheilt wieder den Himmelsraum (um zu uns zu gelangen).

Hieronymus Bosch meets Charles Darwin:

In (der Erde) entsprossen viele Köpfe ohne Hälse, Arme irrten für sich allein umher, ohne Schultern, und Augen schweiften allein herum, der Stirnen entbehrend.
Mißgestalten erwuchsen so mit doppeltem Antlitz,
Doppelter Brust, Schleppfüßige auch mit unzähligen Händen,
Rinderleiber tauchten empor mit menschlichen Köpfen,
Wiederum menschliche Körper mit Ochsenköpfen versehen,
Zwittergeschöpfe teils Mann teils Weib mit beschattetem Schamglied.

Viel Vergnügen mit der neuen Folge. Ach ja, und hier ist die Folge, aus der ich mir die Einleitung geborgt habe: Die Hoersuppe

 

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