007 Pythagoras – Seelenleben

Die zweite Folge zu Pythagoras. Nach einem Überblick, über die Lebensweise dieses berühmten Denkers, wird es nun heute ein bisschen inhaltlicher. Es soll um die Gründe gehen, warum uns die Bohne ins Verderben stürzen kann und welche Aufgaben und Fragestellungen wir Pythagoras zu verdanken haben. Außerdem wären wir ein Narr, würden wir seine Überlegungen verspotten …

Und hier nun noch die versprochenen Zitate:

Nummer 1 ist von Herodot:

Zuerst haben diese Lehre die Ägypter aufgebracht, die behaupten, die Seele des Menschen sei unsterblich; wenn aber der Leib verwese, dann gehe sie in ein anderes Lebewesen ein, das dann allemal geboren werde; wenn sie aber alle Wesen des Landes und des Meeres und der Lüfte durchwandert habe, dann gehe sie wieder in den Leib eines Menschen ein, der dann geboren werde; diese Rundwanderung von ihr erfolge im Laufe von 3000 Jahren. – Diese Lehre haben auch einige Griechen übernommen – die einen später, die anderen früher – und sie für ihre eigene ausgegeben. Deren Namen kenne ich wohl, nenne sie aber nicht.

Und Zitat 2 aus dem Stück “Was ihr wollt” von Shakespeare:

NARR: Was ist des Pythagoras Lehre, wildes Geflügel anlangend?

MALVOLIO: Dass die Seele unserer Großmutter vielleicht in einem Vogel wohnen kann.

NARR: Was hälst du von seiner Lehre?

MALVOLIO: Ich denke würdig von der Seele und billige seine Lehre keineswegs. NARR: Gehab dich wohl! Verharre du immer in Finsternis. Ehe ich dir deinen gesunden Verstand zugestehe, sollst du die Lehre des Pythagoras bekennen.