Alle Artikel mit dem Schlagwort “Antike

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034 Demokrit

demokrit

Ich bin unter meinen Zeitgenossen derjenige, der den größten Teil der Erde durchquert hat, indem ich Forschungen der seltsamsten Dinge betrieb; und ich sah sehr viele Himmel und Erden; und ich hörte die meisten der gelehrten Männer; und im Aufbau geometrischer Figuren mit entsprechender Beweisführung hat mich keiner übertroffen

In dieser Episode stelle ich euch das sehr bewegte Leben des Demokrit vor. Er ist viel gereist und kommt auch irgendwann nach Athen. Allerdings:

Ich kam nach Athen und niemand wusste von mir.

Und wenn ihr wissen möchtet, wie man den Tod noch eine Weile hinhalten kann, dann ist diese Folge auf jeden Fall etwas für euch.

Habt vielen Dank für eure Geduld!

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027 Zwischenruf zur Macht (1)

Ich möchte gerne eine thematische Pause einlegen. Das heißt nicht, dass mich die Geschichte der Philosophie nicht mehr interessiert. Selbstverständlich werde ich wieder an Anaxagoras anknüpfen. Aber mich beschäftigen gerade andere, aktuelle Fragen zu sehr, als das ich sie ignorieren möchte.

Das heißt, es wird einige Folgen geben, die sich thematisch konzentriert mit bestimmten Begriffen und Ideen beschäftigen werden. Ich möchte gerne einen kurzen und vorbereitenden Einschub machen, um dann auf ein Werk zu kommen, das mich momentan sehr in Atem hält.

Für die Strukturierung greife ich auf hauptsächlich auf diesen Band* zurück.

Über Rückmeldungen und auch über Kritik bin ich (wie sonst auch) sehr dankbar.

Und ja, der Trojaalert hält auch etwas zur Phalanx bereit.

P.s. In meinem auf die Griechen gerichteten Kopf sind die beiden Könige Agamemnon und Priamos durcheinander geraten. Ich spreche zwar von Agamemnon (und das Gesagte trifft auf ihn tatsächlich auch zu), meine aber eigentlich Priamos. Sorry!

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026 Anaxagoras

anaxagorasHimmelsbeobachtungen, Wetterprognosen und politische Intrigen – und das Alles ohne Lächeln. Das klingt ein bisschen nach einer Mischung aus Thales und Heraklit. Aber das wäre vermutlich zu kurz gegriffen für diesen Denker.

Anaxagoras kommt aus Ionen und damit tatsächlich auch aus dem Einfluss der Schule von Milet. Er geht nach Athen, wird dort der Lehrer von Euripides, Perikles und Archelaos.

In Athen gerät Anaxagoras allerdings, nach 30 Jahren Aufenthalt, in die Mühlen politischer Intrigen.

Und hier findet sich die erwähnte Folge zur Ilias.

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025 Milet und wer?

Athen_AgoraEine Episode zu einer Stadt? Diese ist so besonders und so einflussreich, dass ich diese Ausnahme hier gerne machen möchte. Mit der heutigen Folge kommen wir nach Athen und warum diese Stadt eine so große Bedeutung erlangen konnte, möchte ich euch hier kurz vorstellen.

Außerdem kommen eine Menge großer Leute zur Sprache (wenn zum Teil auch nur namentlich). Der erwähnte Briefwechsel zwischen Darius und Heraklit findet sich hier in der Folge zu Heraklit.

Zur Beziehung von Athen und Athene verweise ich einmal mehr auf den Troja Alert.

Wenn ihr Lust auf mehr Geschichte und Geschichten habt, dann schaut euch gerne einmal hier bei Vorzeiten um.

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024 Sündiger Gott

EmpedoklesHier kommt sie nun, die letzte Folge zu Empedokles. Zum Abschluss erhaltet ihr einen kurzen Einblick in die religiösen Ideen dieses Denkers, Gottes und offensichtlich auch Sünders.

Als Pythagoreer glaubt Empedokles an die Seelenwanderung und skizziert den Lauf seiner eigenen Seelengeschichte wie folgt:

Selbst schon ward ich geboren als Knabe und Mädchen und war schon
 Pflanze und Vogel und stummer Fisch in den Fluten des Meeres.

Hier finden sich alle notwendigen Angaben, um die Seele ins Verderben zu stürzen:

Es gibt ein Orakel der Notwendigkeit, eine alte Bestimmung der Götter, ewig und fest besiegelt mit breiten Eiden, dass, wenn jemals einer der Dämonen, welchem langes Leben zuteil geworden ist, seine Hände sündig mit Blut befleckt hat oder Streit geführt hat und falsch geschworen hat, er dreimal zehntausend Jahre ferne von den Wohnungen der Seligen wandern muss, während er die ganze Zeit hindurch in allen Arten sterblicher Gestalten geboren wird, einen mühseligen Lebenspfad mit dem anderen vertauschend. Denn die mächtige Luft treibt ihn ins Meer, und das Meer speit ihn aus auf die trockene Erde, die Erde schleudert ihn zurück zu den Wirbeln der Luft. Eines nimmt ihn vom anderen, und jedes stößt ihn von sich.
Einer von diesen bin ich jetzt, ein Verbannter und ein Wanderer fern von den Göttern, weil ich mein Vertrauen in sinnlosen Streit setzte.

Zu seinen eigenen Sünden äußert Empedokles sich nicht direkt, es gibt aber Fragmente, die sündiges Verhalten andeuten:

Ach, wehe mir, dass mich der mitleidlose Todestag nicht vernichtet, bevor ich je üble Taten des Fraßes mit meinen Lippen vollbrachte.

Und, selbstverständlich darf die obligatorische Bohnenwarnung nicht fehlen:

Elende, ganz Elende, lasset die Hände von Bohnen!

Schaffen die Seelen es, sich aus dem irdischen Jammertal zu befreien,

dann erheben sie sich als Götter, an Ehren erhaben, anteilhabend am Herde der anderen Götter und dem gleichen Tisch, frei von menschlichem Weh, gesichert gegen das Schicksal und unverletzbar.

Empedokles beschreibt das Göttliche, in Anlehnung an Xenophanes als:

heiligen und unaussprechlichen Geist, der mit schnellen Gedanken den ganzen Weltenbau durchfliegt.

 

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