Alle Artikel mit dem Schlagwort “Empedokles

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036 Demokrit der Atomist

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demokrit
An dieser Stelle möchte ich den Demokrit wieder aufnehmen und euch seine Lehre von den Atomen vorstellen. Demokrit heimst dabei die Lorbeeren seines Lehrers Leukipp mit ein und die Trennung zwischen den beiden fällt entsprechend etwas schwer.

Dafür gibt es viele Anknüpfungspunkte bei Heraklit, Parmenides und auch Empedokles.

Hilfe habe ich mir bei Russell gesucht, der wie immer sehr empfehlenswert ist, wenn ihr euch dazu noch etwas weiter belesen mögt.

Viel Vergnügen beim Hören!

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033 Leukipp

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LeukippIch habe ihn fast vergessen – ein Umstand, der diesem Denker leider recht oft passiert. Der Lehrer des Demokrit verliert sich nahezu im Schatten seines großen Schülers. Trotzdem mag ich ihn hier gerne mit vorstellen, bringt er doch spannende Konzepte in die Welt: den leeren Raum und die Idee von den Atomen. Außerdem ist er der dritte Denker (nach Empedokles und Anaxagoras) der versucht, die Lehre des Heraklit und die Vorstellungen des Parmenides in Einklang zu bringen.

Wenn wir den Überlieferungen glauben dürfen, dann ist Leukipp ein Schüler des Zenon.

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031 Anaxagoras und der Geist

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anaxagorasAnaxagoras. Nach dem ihr vor einem halben Jahr etwas zu seinem Leben gehört habt, kommen hier die Ideen dazu. Anaxagoras fragt sich, wie seine ionischen Vorgänger, welches die Urstoffe sind und wer oder was sie bewegt (oder auch beseelt).

Die Worte »Entstehen« und »Vergehen« gebrauchen die Griechen nicht richtig: denn kein Ding entsteht oder vergeht, sondern es setzt sich aus vorhandenen Dingen zusammen oder löst sich in solche auf. Richtigerweise sollte man also statt Entstehen »Zusammensetzung« und statt Vergehen »Auflösung« sagen.

Dabei knüpft er an Anaximander, Parmenides und auch Empedokles an und findet neue Urstoffe und einen neuen Bewegenden (den Geist). Ich versuche diesen Bogen kurz und knappnachzuzeichnen. Vielleicht hilft es für das Verständnis, noch einmal in die Episode zum Seienden reinzuhören.

Die anderen Dinge haben an jedem [Stoff] Anteil; der Geist aber ist etwas Unendliches und Selbstherrliches, und er ist mit keinem Ding vermischt.

Auch an dieser Stelle vielen Dank für eure Unterstützung und für eure Geduld.

P.s. Ich hoffe, man hört die Baustellengeräusche vor meinem Fenster nicht all zu sehr. Falls doch, Pardon!

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026 Anaxagoras

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anaxagorasHimmelsbeobachtungen, Wetterprognosen und politische Intrigen – und das Alles ohne Lächeln. Das klingt ein bisschen nach einer Mischung aus Thales und Heraklit. Aber das wäre vermutlich zu kurz gegriffen für diesen Denker.

Anaxagoras kommt aus Ionen und damit tatsächlich auch aus dem Einfluss der Schule von Milet. Er geht nach Athen, wird dort der Lehrer von Euripides, Perikles und Archelaos.

In Athen gerät Anaxagoras allerdings, nach 30 Jahren Aufenthalt, in die Mühlen politischer Intrigen.

Und hier findet sich die erwähnte Folge zur Ilias.

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024 Sündiger Gott

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EmpedoklesHier kommt sie nun, die letzte Folge zu Empedokles. Zum Abschluss erhaltet ihr einen kurzen Einblick in die religiösen Ideen dieses Denkers, Gottes und offensichtlich auch Sünders.

Als Pythagoreer glaubt Empedokles an die Seelenwanderung und skizziert den Lauf seiner eigenen Seelengeschichte wie folgt:

Selbst schon ward ich geboren als Knabe und Mädchen und war schon
 Pflanze und Vogel und stummer Fisch in den Fluten des Meeres.

Hier finden sich alle notwendigen Angaben, um die Seele ins Verderben zu stürzen:

Es gibt ein Orakel der Notwendigkeit, eine alte Bestimmung der Götter, ewig und fest besiegelt mit breiten Eiden, dass, wenn jemals einer der Dämonen, welchem langes Leben zuteil geworden ist, seine Hände sündig mit Blut befleckt hat oder Streit geführt hat und falsch geschworen hat, er dreimal zehntausend Jahre ferne von den Wohnungen der Seligen wandern muss, während er die ganze Zeit hindurch in allen Arten sterblicher Gestalten geboren wird, einen mühseligen Lebenspfad mit dem anderen vertauschend. Denn die mächtige Luft treibt ihn ins Meer, und das Meer speit ihn aus auf die trockene Erde, die Erde schleudert ihn zurück zu den Wirbeln der Luft. Eines nimmt ihn vom anderen, und jedes stößt ihn von sich.
Einer von diesen bin ich jetzt, ein Verbannter und ein Wanderer fern von den Göttern, weil ich mein Vertrauen in sinnlosen Streit setzte.

Zu seinen eigenen Sünden äußert Empedokles sich nicht direkt, es gibt aber Fragmente, die sündiges Verhalten andeuten:

Ach, wehe mir, dass mich der mitleidlose Todestag nicht vernichtet, bevor ich je üble Taten des Fraßes mit meinen Lippen vollbrachte.

Und, selbstverständlich darf die obligatorische Bohnenwarnung nicht fehlen:

Elende, ganz Elende, lasset die Hände von Bohnen!

Schaffen die Seelen es, sich aus dem irdischen Jammertal zu befreien,

dann erheben sie sich als Götter, an Ehren erhaben, anteilhabend am Herde der anderen Götter und dem gleichen Tisch, frei von menschlichem Weh, gesichert gegen das Schicksal und unverletzbar.

Empedokles beschreibt das Göttliche, in Anlehnung an Xenophanes als:

heiligen und unaussprechlichen Geist, der mit schnellen Gedanken den ganzen Weltenbau durchfliegt.

 

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