Alle Artikel mit dem Schlagwort “Milet

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033 Leukipp

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LeukippIch habe ihn fast vergessen – ein Umstand, der diesem Denker leider recht oft passiert. Der Lehrer des Demokrit verliert sich nahezu im Schatten seines großen Schülers. Trotzdem mag ich ihn hier gerne mit vorstellen, bringt er doch spannende Konzepte in die Welt: den leeren Raum und die Idee von den Atomen. Außerdem ist er der dritte Denker (nach Empedokles und Anaxagoras) der versucht, die Lehre des Heraklit und die Vorstellungen des Parmenides in Einklang zu bringen.

Wenn wir den Überlieferungen glauben dürfen, dann ist Leukipp ein Schüler des Zenon.

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031 Anaxagoras und der Geist

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anaxagorasAnaxagoras. Nach dem ihr vor einem halben Jahr etwas zu seinem Leben gehört habt, kommen hier die Ideen dazu. Anaxagoras fragt sich, wie seine ionischen Vorgänger, welches die Urstoffe sind und wer oder was sie bewegt (oder auch beseelt).

Die Worte »Entstehen« und »Vergehen« gebrauchen die Griechen nicht richtig: denn kein Ding entsteht oder vergeht, sondern es setzt sich aus vorhandenen Dingen zusammen oder löst sich in solche auf. Richtigerweise sollte man also statt Entstehen »Zusammensetzung« und statt Vergehen »Auflösung« sagen.

Dabei knüpft er an Anaximander, Parmenides und auch Empedokles an und findet neue Urstoffe und einen neuen Bewegenden (den Geist). Ich versuche diesen Bogen kurz und knappnachzuzeichnen. Vielleicht hilft es für das Verständnis, noch einmal in die Episode zum Seienden reinzuhören.

Die anderen Dinge haben an jedem [Stoff] Anteil; der Geist aber ist etwas Unendliches und Selbstherrliches, und er ist mit keinem Ding vermischt.

Auch an dieser Stelle vielen Dank für eure Unterstützung und für eure Geduld.

P.s. Ich hoffe, man hört die Baustellengeräusche vor meinem Fenster nicht all zu sehr. Falls doch, Pardon!

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026 Anaxagoras

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anaxagorasHimmelsbeobachtungen, Wetterprognosen und politische Intrigen – und das Alles ohne Lächeln. Das klingt ein bisschen nach einer Mischung aus Thales und Heraklit. Aber das wäre vermutlich zu kurz gegriffen für diesen Denker.

Anaxagoras kommt aus Ionen und damit tatsächlich auch aus dem Einfluss der Schule von Milet. Er geht nach Athen, wird dort der Lehrer von Euripides, Perikles und Archelaos.

In Athen gerät Anaxagoras allerdings, nach 30 Jahren Aufenthalt, in die Mühlen politischer Intrigen.

Und hier findet sich die erwähnte Folge zur Ilias.

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025 Milet und wer?

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Athen_AgoraEine Episode zu einer Stadt? Diese ist so besonders und so einflussreich, dass ich diese Ausnahme hier gerne machen möchte. Mit der heutigen Folge kommen wir nach Athen und warum diese Stadt eine so große Bedeutung erlangen konnte, möchte ich euch hier kurz vorstellen.

Außerdem kommen eine Menge großer Leute zur Sprache (wenn zum Teil auch nur namentlich). Der erwähnte Briefwechsel zwischen Darius und Heraklit findet sich hier in der Folge zu Heraklit.

Zur Beziehung von Athen und Athene verweise ich einmal mehr auf den Troja Alert.

Wenn ihr Lust auf mehr Geschichte und Geschichten habt, dann schaut euch gerne einmal hier bei Vorzeiten um.

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023 Empedokles

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EmpedoklesPhilosophisch orientiert sich Empedokles an seinen vielzähligen Vorgängern; bei ihm fließt all das wieder zusammen, was ich in den vorhergehenden Episoden auseinandergenommen habe. Es sind zwei mal zwei Pole, zwischen denen sich das Denken des Empedokles bewegt. Er orientiert sich an der Milesischen Schule und gleichzeitig an Pythagoras. Außerdem verbindet er das Seiende des Parmenides mit dem Werden des Heraklit.

Letzteres gelingt durch das Konzept der Urstoffe, die sich miteinander verbinden aber auch voneinander lösen können. Die Stoffe sind:

Denn fürs erste vernimm des Weltalls vierfache Wurzel:
Zeus, der Strahlende, Hera, der Nahrung Spenderin, Hades, Nestis, die irdische Naß läßt aus den Tränen entquellen.

also Feuer, Erde, Luft und Wasser.

Was irgend aus glücklicher Mischung entstammt, ist liebend vereint, aneinander gepaßt von der Macht Aphrodites.

Im Goldenen Zeitalter herrschte nur Aphrodite aber der Wandel der Welt sorgt für folgende Vorhersage:

Zweierlei künd’ ich: Bald wächst aus mehreren Teilen ein Ganzes. 
Bald auseinander tritt wieder das Eine in mehrere Teile. 
Zwiefach ist irdischer Dinge Entsteh’n und zwiefach ihr Schwinden.

Nach wie vor gibt es keinen leeren Raum, denn:

Nimmermehr kann ja aus dem, was nicht ist, etwas entstehen.

Wie diese Dinge genau zusammenhängen, erfahrt ihr hier in der Episode:

 

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